Erste Stufe des akademischen Wissenserwerbs

In der seit einigen Jahren stark gestuften Studienstruktur in Deutschland, die als Angleichung an internationale Abschlüsse im Zuge des Bolognaprozesses eingeführt wurde, ist der Bachelor die unterste akademische Stufe. Vorteile der neu strukturierten Abschlüsse sind

  • eine erleichterte Mobilität,
  • eine bessere Vergleichbarkeit der europäischen Hochschulabschlüsse und
  • die möglichst schnelle Eingliederung von Studienabsolventinnen und -absolventen in den

Arbeitsmarkt.

Insbesondere das ECTS-System, das Sie während des Studiums zum Bachelor of Engineering im Detail kennenlernen, ermöglicht eine erhöhte Internationalität des Studiums und erleichert das Auslandsstudium ohne Zeitverlust. Für Studierende bedeutet die Entscheidung für ein Bachelorstudium im ingenieurwissenschaftlichen Bereich implizit auch eine erhöhte Konkurrenz europäischer Fachkräfte auf dem durch Freizügigkeit geprägten europäischen Arbeitsmarkt.

Karriereeinstieg oder weiterführende Qualifikation

Der Bachelor of Engineering (B.Eng.) ist einer der acht Bachelorgrade, die zugleich als Studienabschluss und als Qualifikation für ein weiterführendes Fachstudium zum Master gelten. Abhängig von den eigenen beruflichen Zielen ist es sinnvoll, die Wahl des optimalen Studienprogramms erst nach einer Analyse der jeweiligen Studieninhalte zu treffen. Auch gleichnamige Studiengänge können abhängig von der Studienkonzeption theoretisch-wissenschaftlich oder praktisch-operativ ausgerichtet sein. Als Faustregel hat sich etabliert, Studiengänge zum Bachelor of Engineering als stärker praxisorientiert zu klassifizieren und fachlich ähnliche Studienprogramme zum Bachelor of Science als Einstieg in eine wissenschaftlich ausgerichtete Karriere zu betrachten. Auch der Hochschultyp gibt einen ersten Hinweis, ob sich das jeweilige ingenieurwissenschaftliche Studium primär als Berufseinstieg (praxisorientiertes Studium an Fachhochschulen) oder als Grundlage einer wissenschaftlichen Laufbahn (theorieorientiertes Studium an Universitäten) eignet. Potentielle Abweichungen von diesen Regeln lassen sich unkompliziert in den oft online verfügbaren Studieninformationen der Hochschulen finden.

Mit der Bachelor-Thesis als Kompetenzbeleg in die weitere Karriere starten

Der letzte Studienabschnitt mit der explizit berufspraktischen Studienphase und dem Anfertigen der Bachelor-Thesis gibt Studierenden die Chance, sich in einem konkreten Bereich ihrer jeweiligen ingenieurwissenschaftlichen Fachqualifikation zu profilieren. Da der akademische Titel des Bachelor of Engineering keine Rückschlüsse auf die studierte Fachrichtung gibt, ist diese Form der Schärfung des Qualifikationsprofils eine gute Option, sich für potentielle Arbeitgeber im anschließenden Bewerbungsprozess interessant zu machen. Im Idealfall finden Studierende Themen für ihre Studienabschlussarbeit, mit der sie konkrete Fragestellungen im gewünschten beruflichen Tätigkeitsbereich bearbeiten. Gelegentlich können Interessierte bereits in der Abschlussphase als Trainees praxisnahes Know-how sammeln und umgekehrt akademisches Wissen in die Unternehmen einbringen.

Tipp der Redaktion

Achten Sie spätestens nach der ersten Hälfte der Regelstudienzeit darauf, Ihre Pläne für einen Berufseinstieg oder ein weiterführendes Masterstudium durch die Wahl von Vertiefungsrichtungen und das Erreichen hoher Punktzahlen zu unterstützen.
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